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Gewalt-Großsegler unter neuer Leitung

Tradition trifft Moderne

Als Monika und Stefan Riepe die „Gewalt Großsegler“-Markenrechte und -Modelle von Blue Airlines übernahmen, verbanden sie dies mit der Ankündigung, dass die Traditionsmarke wieder stärker im internationalen Modellbaumarkt platziert werden soll.

Stefan Riepe ist RC-Modellbauer seit seiner Kindheit. Das erste selbstgebaute Baukastenmodell war der legendäre „Panda“ von Multiplex. Danach bereits folgten die ersten selbst gebauten Tragflächen in Holm/Rippenbauweise zu vorhandenen Modellrümpfen des Vaters. Später fand Stefan Riepe Interesse an vorbildgetreuen Großseglern, die er zum Teil auch selbst herstellte. „In dieser Zeit wurden alle Facetten des Modellbaus ausprobiert, von der klassischen Holz- über Sandwich- und bis hin zur Schalenbauweise“, berichtet Monika Riepe. Am Ende kristallisierte sich die Liebe zum Umgang mit Holz und Styropor heraus, vor dem Hintergrund, dass man ein Modell nach seinen eigenen Vorstellungen individualisieren kann und es zudem sehr reparaturfreundlich ist.

„Die Möglichkeit, das Lebenswerk von Uwe Gewalt, der die Großseglerszene in den letzten 40 Jahren geprägt hat wie kein anderer, mit neuen Ideen und Impulsen fortzuführen, hat uns sehr gereizt“, erzählen Monika und Stefan Riepe übereinstimmend. Ein Großteil der Modelle wurde direkt übernommen, manche der alten Formen und Pläne jedoch sind nicht mehr existent. Das gleiche trifft auch für die Ersatzteilversorgung zu, dennoch will das Unternehmerpaar versuchen, jeder Anfrage nachzugehen und den Kunden bestmöglich weiter zu helfen. „Wir sind stolz darauf, unsere Modelle aus deutscher Produktion anbieten zu können“, meint Monika Riepe weiter.

Nun aber ist geplant, das aus 31 Modellen mit 56 Spannweiten bestehende Sortiment zu erweitern. Ehemalige Modelle von Werner Mihm stehen im Portfolio, wie aber auch Neuentwicklungen, wie zum Beispiel eine „ASH-30mi“. Außerdem sollen für ältere Modelle CNC-gefräste Teilesätze angeboten werden.

Die Modelle werden ab sofort in vier verschiedenen Kategorien definiert: „Thermik“, „Hang“, „Alpin“ und „Individual“. Bei Letzterer beispielsweise kann der Kunde seine eigenen Vorstellungen und Wünsche realisieren lassen. Angeboten werden die Modelle und Teile derzeit ausschließlich über den hauseigenen Versandhandel. „Neuen Vertriebswegen mit Kooperationspartnern stehen wir aber offen gegenüber”, sagt Monika Riepe. „Wir freuen uns über Kontaktaufnahmen interessierter nationaler und internationaler Fachhändler.“

Redaktion


Stefan Riepe ist begeisterter Modellflieger seit Kindheit an.


Firmeninhaberin Monika Riepe: „Das Unternehmen wird im Sinne von Uwe Gewalt fortgeführt.”


Ein Klassiker der Großseglerszene ist auch diese „Twin III Acro“ mit 4,5 Metern Spannweite.


Durch das Angebot der Modelle auch in Einzelteilen, können Kunden individuelle Pakete zusammenstellen.


Ein noch nie gesehenes Modell ist der 1:4-Nachbau des südafrikanischen 18-m-Renners „Jonker JS1“ mit 4,5 Metern Spannweite. Es wird in Styro-Abachi-Bauweise angeboten und ist profiliert mit einem Profilstrak von Dr. Helmut Quabeck.



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