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Funktionierendes Design

Die "XG8" von JR, ein 2,4-GHz-System der Mittelklasse


Bereits optisch macht der Sender einen sehr guten Eindruck. Der Oberflächenmix ergibt eine gute Haptik und es macht Freude den Sender zu halten

Das große Display ist mit einer Hintergrundbeleuchtung, die sich nach einigen Sekunden um Strom zu sparen abschaltet, ausgestattet.

Ohne Zweifel kann man von der neuen JR-"XG8" behaupten, dass der Sender auf den ersten Blick sehr durchgestylt wirkt. Unterstrichen wird der Eindruck von abwechselnd hochglänzenden und matten Oberflächen. Auch das geringe Gewicht von 760 Gramm inklusive dem 1.400 Milliamperestunden großen 6,4-Volt-LiFe-Akku fällt dabei positiv auf. Im Akkuschacht ist gleichzeitig ein SD-Kartenslot integriert. Mit einer SD-Karte können somit Softwareupdates überspielt und Modellspeicher, die über die 30 hinausgehen, abgelegt werden. Die Knüppelaggregate sind mit höhenverstellbaren Knüppeln ausgestattet, die gut zu greifen sind. Alle weiteren Bedienelemente wie Trimmhebel, Schalter und Drehgeber sind auch im Flugbetrieb sehr gut mit den Fingern zu erreichen und intuitiv zu bedienen. Das große Display ist mit ei-ner Hintergrundbeleuchtung, die sich nach einigen Sekunden um Strom zu sparen abschaltet, ausgestattet. Die Programmführung erfolgt über vier Tasten und die von JR bekannte drehbare Trommel. Damit kommt man gut durch die viersprachige Menüführung und erzielt rasch das gewünschte Ergebnis. Die 2,4-GHz-Antenne ist abzuwinkeln und drehbar. Was zudem auffällt, ist das auf der Rückseite mittig eingeschnürte Sendergehäuse. Damit ergeben sich im direkten Griffbereich seitlich leich-te Wülste, die den Sender sehr gut in der Hand liegen lassen. Beispielsweise ergibt sich hiermit für den F3K-Schleuderstart oder auch andere Handstarts ein sehr guter, fester Griff. Dem "XG8"-Set liegt noch ein Acht-Kanal-Empfänger "RG-831B" mit einem zusätzlichen Satelliten bei. Im Letzteren ist auch der Telemetriesender für den Rückkanal integriert. Ein deutschsprachiges Handbuch gibt Über- blick über alle Funktionen und Programmiermöglichkeiten. Am Empfänger kann ein weiterer Sensor, beispielsweises für die Höhenmessung angesteckt werden. Ferner gehören zum Set ein Bindingstecker, Inbusschlüssel für die Knüppeleinstellungen sowie eine Feder für die Knüppelrastung und ein Steckerladegerät für den Senderakku. Laut Betriebsanleitung darf der Sender über die Ladebuchse nur mit diesem Ladegerät geladen werden, da die eigentliche Ladeelektronik im Sender adaptiert ist. Zur Schnell-Ladung am Fluggelände muss man sich eine Bypasslösung mit direktem Zugriff am Senderakku einfallen lassen. Beim ersten Anstecken des Ladegeräts an den Sender fällt auf, dass am Sender eine violette LED aufleuchtet die den Ladevorgang bestätigt. Ist der Senderakku voll, erlischt sie und wechselt im Betriebsmodus auf blau, blau blinkend, beziehungsweise rot zur Kontrolle der Sendeleistung. Die Kontrolle des Ladevorgangs durch die LED ist eine sehr gute Lösung, die manch teurerem System leider völlig fehlt.

Softwareseitig stehen die üblichen Standardprogramme für Segelflugmodelle, Motormodelle und Helikopter mit über die Menüführung abrufbaren notwendigen Flugphasen und Mischern zur Verfügung. Für all diese Einsatzmöglichkeiten gibt es bereits vorprogrammierte Konfigurationen, die bis hin zum kompletten Vierklappenflügel mit Kreuz und V-Leitwerk reichen. Mit sechs zusätzlichen, freien Mischern - die sowohl als Normal- wie auch als Kurvenmischer verfügbar sind - sollten wohl die meisten Modellkonfigurationen abdeckbar sein. Mit den teilweise frei zuzuordnenden Schaltern und Gebern kann man seine Idealkonfiguration für Mischer, Dual-Rate, Exponentialfunktion und Flugphasen persönlich definieren. Zwei Uhren, die auch über die Gasknüppelfunktion anzusteuern sind, erweitern den Informationsfluss für den Piloten. Und mit der Programmfunktion "My List" kann man sich eine persönliche Menüliste zusammenstellen, die dann die jeweils für das Modell wichtigsten Programmpunkte erfassen, und man sich somit das Scrollen durch alle Menüpunkte sparen kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass JR mit der "XG8" eine sehr wertige und optisch ansprechende 2,4-GHz-Anlage der Mittelklasse auf den Markt gebracht hat. Mit diesem Fernsteuersystem können Anwender für die meisten Modelltypen bedient werden. Der Sender ist als typischer Handsender ausgelegt. Für die Fans von Pultsendern gibt es als Zubehör auch ein Senderpult mit einer entsprechenden Zwei-Punkt-Befestigung für einen Um-hängeriemen.

Die Produkte von JR, beziehungsweise AKmod, sind im Fachhandel erhältlich, www.akmod.ch.

Alexander Wunschheim


Blick in den Akkuschacht und auf den SD-Kartenslot. Mit der SD-Karte können Updates eingespielt und Modellspeicher abgelegt werden


Hier erkennt man gut die Einschnürung an der Gehäuserückseite. Dadurch kann man den Sender sehr gut halten, ohne die Finger anzustrengen. Auch sehr gut für kräftige Schleuderstarts mit F3K-Modellen oder am Hang


Alle Schalter sind gut erreichbar, qualitativ sehr gut und mit eindeutigen Schaltpunkten versehen.


Das große Display ist mit einer Hintergrundbeleuchtung, die sich nach einigen Sekunden um Strom zu sparen abschaltet, ausgestattet.



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Diesen Beitrag und noch viel mehr finden Sie in AUFWIND Ausgabe 4/2012

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