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Neu auf dem Markt

"Composites RC Gliders" mit hohen Ansprüchen


Die drei Macher aus Würselen (von links): Sebastian Franken, Werner Fehn und Markus Kreuz bilden das Team von "Composite-RC-Gliders"

Drei Freunde haben ein Hobby - die Modellfliegerei - und gründen gemeinsam ein Geschäft. Das kann spannend werden. Bei einem Besuch der "Prowing" hat Herbert Locklair mit den Newcomern gesprochen.

Geboren wurde die Idee der drei Freunde während einer Fahrt von Aachen in die Rhön. Und da war viel Zeit um zum Diskutieren und um Beschlüsse zu fassen. Werner Fehn, Markus Kreutz und Sebastian Franken sind begeisterte Modellsegel-Piloten. Geflogen haben schon vieles, insbesondere hochpreisige GFK/CFK-Modelle. Werner Fehn beispielsweise Modelle namhafter Hersteller. Aus seiner Erfahrung war der Service dabei jedoch eher unterrepräsentiert. Zum Teil habe er auf Fragen gar keine Antworten bekommen, sagt er. Ähnliche Erfahrungen hatten auch Markus und Sebastian gemacht. Und so war eine Sache schnell beschlossen: "Wir gründen eine eigene Firma!" Die sollte werder auf das untere, noch auf das ganz hochpreisige Segment ausgerichtet sein.

Heute werden fünf GFK/CFK-Segelflugmodelle und ein F3K-Modell angeboten. In Kürze soll ein Scale-Modell der 4-m-Klasse folgen. Alle Modelle werden auf Herz und Nieren getestet und verbessert. Die jeweiligen Hersteller werden beauftragt, etwas mehr Kohlegewebe als üblich zu verwenden und alle Verstärkungen mit korrekten Kraftein- und -ausleitungen zu versehen. So erhalten die Tragflächen beispielsweise im Bereich der Nasenleiste zusätzliche Kohlerovings. "Wichtig ist auch gutes Harz und ausreichend viel Zeit zum Aushärten", meint Werner Fehn. Für ihn zählt Klasse statt Masse. Auch das Design der Modelle ist eigenständig und unverwechselbar. Die Kleinteilebeutel werden in Deutschland zusammengestellt. Sie enthalten hochwertige Teile, wie zum Beispiel Gabelköpfe von Kavan, vergossene Kabelbäume, Servorahmen oder Servobrettchen. Angeboten werden auch speziell entwickelte Ballastsets und Stahlverbindern, die ohne großen Aufwand das Abfluggewicht erhöhen. "Unser Ziel ist es, dem Kunde ein hochwertiges, alltagstaugliches Modell zu liefern. Wer keine Lust zum Bauen hat, für den gibt es jedes Flugzeug komplett flugfertig", erklärt Werner Fehn.

Auf der Website des Unternehmens (www.composite-rc-gliders.com) werden die Modelle mit Preisen, Lieferbarkeit und Daten aufgeführt. Komplettiert wird das Ganze durch Profilpolare, Auftriebswerte, Einstellwerte, berechnetet Polaren, EWD-Angaben, Schwerpunkte Längsstabilitätsmaße und vieles mehr. Da Werner Fehn Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik ist, weiß er genau, wovon er spricht. Er will sich daher auch besonders bei neuen Modellen um die Konstruktion kümmern. Neben den aerodynamischen Auslegungen auch um Festigkeit und Materialauswahl.

Ein vielversprechender Anfang ist gemacht. Angekündigt sind vorbildgetreue Modelle mit Spannweiten von vier bis sechs Metern.

Herbert Locklair


Brandneu ist das F3K-Modell "TT Aurora" mit 220 Gramm Fluggewicht


"Edge X" werden die Hangflitzer genannt. Hier der "1500" mit 1,5 Metern Spannweite und Kreuzleitwerk


Der "Edge 2000 X" hat zwei Meter Spannweite


Vom "Interstellar" sind ebenfalls zwei Versionen erhältlich, der "2500 X" als F3F/F3B-Variante und der "2700" mit V-Leitwerk und 2,7 Meter Spannweite.


Der "Whirlwind" ist der Hangflitzer und Kunstflugsegler im Programm



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