Nach 15 Jahren E-Meeting in Aspach mit nahezu ständig steigenden Teilnehmerzahlen war es für die Organisatoren an der Zeit, über die weitere Zukunft der traditionsreichen Veranstaltung nachzudenken. Denn mit über 180 Piloten und fast 300 Flugzeugen wie im vergangenen Jahr stoßen sowohl die Organisation wie auch die Geduld der wartenden Piloten an ihre Grenzen. Anlass, sich über die Ausrichtung des kommenden Events am 16. und 17. September erneut Gedanken zu machen:

Die ursprüngliche Bedeutung des E-Meetings Aspach als Treffpunkt für Elektroflieger und Forum für deren Erfahrungsaustausch ist zwar keineswegs überholt, tritt jedoch angesichts einer großen Zahl fachbezogener Publikationen und zahlreicher Internetforen etwas in den Hintergrund. Zudem hat – auch eine Auswirkung des Aspach-Erfolgs – die Zahl der Elektro-Meetings in Deutschland wie auch in den angrenzenden Nachbarländern stark zugenommen; Möglichkeiten also genug für aktive Elektroflieger, sich mit Gleichgesinnten in zwanglosem Rahmen zu treffen.

Das E-Meeting in Aspach erhob von Anfang an den Anspruch, an der Spitze der elektrofliegerischen Entwicklung zu stehen und dies an den beiden Veranstaltungstagen auch den längst nach Tausenden zu zählenden Zuschauern zu vermitteln. Und natürlich wuchsen mit dem steigenden fliegerischen Niveau auch die Ansprüche der Besucher. Aspach steht seit langem für elektrofliegerische Highlights, weltweit führende Antriebstechnik, gekonnt demonstriert von Spitzenpiloten.

Spätestens, seit der Elektroflug durch preisgünstige und leicht zu erwerbende ARF-Modelle auf nahezu allen Plätzen im Land präsent ist, zieht es den Zuschauer in erster Linie der sonst nirgendwo zu sehenden Besonderheiten wegen in das württembergische Mekka der Elektroflieger. Wer wie immer am dritten September-Wochenende eine halbe Tagesreise auf Deutschlands Autobahnen in Kauf nimmt, kommt nicht, um Alltägliches zu sehen. Leider drohte das Wachstum der Teilnehmerzahlen aber gerade die Highlights immer stärker in den Hintergrund zu rücken. Mehr noch: Flugzeitlimitierung, Schlangestehen im Vorbereitungsraum und zum Teil auch In-Luft-Begegnungen mit immer wieder auftauchenden über die Maßen risikobereiten Piloten hielten in den zurückliegenden Jahren mehrere Spitzenpiloten davon ab, in Aspach mit ihren Modellen präsent zu sein. Das, meinen die Organisatoren, muss sich ändern, dem der Aspach-Tradition geschuldeten Ruf und der treuen Schar der Zuschauer wegen.





Die Highlights im Elektroflug bekommen mehr Gele-genheit um den Zuschauern aus aller Welt zu zeigen, „wo der Hammer hängt“.

Daher wird an beiden Tagen jeweils in der Zeit des höchsten Zuschaueraufkommens, also etwa in der Zeit von 13 bis 16 Uhr ein Showblock geflogen, in dem ausschließlich vorher ausgewählte elektroflugtechnische Besonderheiten präsentiert werden. So finden auch die Kommentatoren Gelegenheit, sich auf die Präsentation mit dem nötigen Zeitaufwand vorzubereiten, eventuell im Vorfeld mit den teilnehmenden Piloten Rücksprache zu halten, um den Zuschauern mehr über die Spitzenmodelle, deren Piloten sowie möglicher (bau)technischer Besonderheiten erzählen zu können.

Für die Teilnahme an diesem Zeitfenster ist eine Voranmeldung zwingend erforderlich. Ein entsprechendes Formular steht auf den Internetseiten www.e-meeting-aspach.de, www.mfg-aspach.de sowie www.elektromodellflugpraxis.de zum Download zur Verfügung. Gerne kann es auch bei Philipp Gardemin (Tel.: 07243/939696) und Ludwig Retzbach (DMFV-Geschäftsstelle, Tel.: 0228/9785014) per Post angefordert werden.


Die Voranmeldung muss bis zum 5. September abgegeben bzw. zugesandt werden. Auch die Angaben sämtlicher technischer Daten und weiterführenden Informationen zum Modell sind erforderlich. Damit kann das Flugprogramm für das Zeitfenster gestaltet werden. Wer sich kurzfristig am Samstagmorgen noch entscheidet, sich mit seinem Modell für die Präsentation in dem Zeitfenster zu bewerben, sollte sich auf jeden Fall im Senderzelt melden. Doch auch in diesen Fällen ist die vollständige Anmeldung am Platz erforderlich.

Die neue Regelung, um es nochmals klar zu sagen, soll keine Modellkategorie von vorneherein ausschließen. Selbst die bisher so zahlreich vertretenen „Depron-Modelle“ haben ihre Flugberechtigung in Aspach, sofern sie für neue Technologien stehen, oder „noch nie da gewesene“ Vorführungen machen. Auch innovativ modifizierte Baukastenmodelle – gleich welcher Größe – gehören in diesen Bereich.

Das Zeitfenster genießt jedoch in jedem Fall Priorität und kann je nach Art und Anzahl der gemeldeten Modelle zeitlich modifiziert werden. Vor und nach dem Zeitfenster findet das übliche Fliegen, wie aus den vergangenen Jahren bekannt, statt. Unter www.e-meeting-aspach.de können bis am Donnerstagabend, 14. September, die aktuellsten Informationen für die detaillierte Zeitplanung eingeholt werden.

Zu viel Neues? Vieles bleibt beim Alten: beispielsweise das hervorragende Gelände, die vorzügliche Betreuung und Bewirtschaftung durch die Mannschaft der MFG Aspach e.V. und die Organisation durch Ludwig Retzbach und Philipp Gardemin. Natürlich auch das umfassende Angebot von Elektroflugunternehmen im Festzelt und auf dem Freigelände. Auch wird es wieder den gemeinsamen Abend mit Catering geben, bei rechtzeitiger Voranmeldung wird die Teilnahme reserviert, diesmal noch um einen Vortrag über 15 Jahre Aspach-Geschichte erweitert.

Für Rückfragen zum neuen Aspach-Treffen in diesem Jahr stehen Philipp Gardemin (E-Mail philipp.gardemin@aufwind-magazin.de) und Ludwig Retzbach (E-Mail lretzbach@t-online.de) gerne zur Verfügung.
Philipp Gardemin, Ludwig Retzbach


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