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Es war soweit!
Nach längerer Zwangspause wegen Reparaturarbeiten flog mein Habicht
wieder. Ein fantastischer Kunstflug-Oldtimer gutmütig, wendig
mit einwandfreien Flugleistungen und einem Flugbild, das so schnell
von keinem anderen Segler erreicht wird. Doch irgendwann im Laufe des
Nachmittags kam mir eine Idee: Der müsste auch als Nurflügel
super aussehen. Das war der Startschuss für meine neueste
Konstruktion: Habicht-Nurflügel.
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Die Flugeigenschaften können sich sehen lassen.
Ein Modell mit Aha-Effekt am Boden und in der Luft
gleichermaßen
Am Tag des Erstflugs herrschten glücklicherweise optimale Bedingungen. Leichter Wind auf den Hang und kräftige Thermik. Ein gleichzeitig gestarteter Hängegleiterpilot schraubte sich in kürzester Zeit nach oben, ging auf Strecke und kam erst Stunden später zurück. Genauso mein neuer Habicht. Nach problemlosem Start und ein paar Runden vor dem Hang reichte die Höhe locker, um gleich alles Mögliche zu testen. Was mir sofort auffiel: Die innen liegenden Höhenruder haben für meinen Geschmack eine recht bescheidene Wirkung, insbesondere für einen Kunstflugsegler. Deshalb wurden sie später stillgelegt und die Querruder erhielten zusätzlich die Höhenruderfunktion. So eingestellt ist ein weiches und rundes Fliegen möglich und die Wendigkeit, besonders auch die Rollwendigkeit, lässt trotzdem nichts zu wünschen übrig. Loopings und Turns gelingen wunderbar, obwohl es ja allgemein heißt, dass ein Seitenruderausschlag bei einem Brett wenig Wirkung zeigt. Der Rückenflug wiederum gehört allerdings nicht zu der Paradedisziplin des Habicht-Nurflügels. Hier braucht er viel Tiefenruderausschlag um die Fluglage zu halten. Bei vielen anderen Brettern, die ich auch schon mit dem Profil EH-2/10 gebaut hatte, ist mir dieses Verhalten noch nicht aufgefallen. Vielleicht liegt es an den Knickflächen? Dafür aber wirken die Landeklappen hervorragend und, wie beim Balsagleiter getestet, lastigkeitsfrei. Ich denke alles in allem eine gelungene Konstruktion mit Aha-Effekt und einem begeisternden Flugbild. Wer hat jetzt Lust bekommen einen Leitwerkler zu kürzen? Es gibt bestimmt noch einige Typen, die in Frage kommen würden. Ein Rhönsperber wäre zum Beispiel nicht die schlechteste Wahl. Ernst Faller
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