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Die Holzbaukästen
der Firma Krick haben eine lange Tradition. Kaum ein Modellflieger,
der nicht "Grunau Baby IIb", "Klemm 35", "Bücker
Bestmann" oder "SG-38" kennt. Alle Modelle waren stets
perfekt durchkonstruiert und meist mit schier unglaublichem Aufwand
zu bauen aber immer mit fantastischem Flugbild und hervorragenden
Flugleistungen. Nur wenige wissen, dass die Modelle zum Teil von einem
Schiffsmodell-Konstrukteur kreiert wurden was insbesondere bei
dem Rumpfaufbau des "DFS Reiher" oder der "Minimoa"
deutlich wird.
Leider überlebten bis in die heutigen Tage nicht alle Modelle
im Sortiment von Krick. Die, die es nicht geschafft haben, können
noch als Bauplan gekauft werden. Und einzelne Baukästen aus Privatbesitz
werden auf Flohmärkten und Börsen zu horrenden Preisen gehandelt.
Bis heute im Sortiment gehalten hat sich unter anderem die 1,8 m große
"Klemm L-25d", eine Konstruktion von Karl-Heinz Denzin. Dieses
Modell kam schon in den 60-er Jahren ins Sortiment und wurde in den
80-er Jahren auch als Elektroversion angeboten. Doch schon vorher war
diese "Klemm L-25" eines der ersten bodenstartfähigen
Elektro-Motormodelle. Bis heute wird es von Elektrofliegern gerne gebaut
und oft auf Elektro-Meetings noch geflogen.
Der Trend nach Größe und rohbaufertigem Lieferzustand erreichte
auch dieses Modell. Nach langer Projektierung und Abwägung stellte
Krick Modelltechnik in diesem Jahr die Neuauflage des Klassikers vor,
im rohbaufertigen Lieferzustand und auf 289 cm vergrößert.
Damit ist ein Modell entstanden, das mit Verbrenner- und Elektroantrieb
gleichermaßen genüssliche Flugstunden mit einem echten Großmodell
garantiert.
Der Lieferumfang des großen Modells besteht aus den rohbaufertigen
Bauteilen, allesamt fein säuberlich in Luftpolsterfolie verpackt.
Die Balsa-Oberflächen, -Rundungen und -Kanten sind fein verschliffen.
Auch im Inneren der Teile sind keine unsauberen Arbeiten sichtbar. An
den Tragflächen sind die Querruder mit stabilen Großmodellscharnieren
befestigt. Die Beplankung der Querruder wurde vollflächig aufgebracht
und nachträglich ausgefräst Fransen oder zu weit gefahrene
Fräsgänge? Fehlanzeige! Auch in den Details ist der Aufbau
des Modells durchdacht: So sind die Endleisten der Quer- und Höhenruder
sowie des Seitenruders mit stabilen Sperrholzstreifen verstärkt
und wiederum beidseitig mit Balsa beplankt. Diese Maßnahme beugt
Verzügen vor und steigert die Resistenz gegen Transportschäden
an den Kanten. Die Tragfläche ist dreiteilig und wird mit einem
30-mm-Steckungsrohr zusammengesetzt.
Der Rumpf ist in stabiler Kastenbauweise erstellt. Der runde und Klemm-typische
Rumpf_rücken besteht aus drei Teilen und muss noch vom Erbauer
aufgesetzt werden. Es wurde nicht nur ein Styroporkern beplankt, sondern
Balsa-Spantenbauweise vom Feinsten angewandt. Seiten- und Höhenleitwerk
sind abnehmbar. Im Seitenleitwerk sind die Muttern der Befestigung eingelassen.
Allen Bauteilen gemein ist eine Top-Bauausführung, wie man sie
nur selten zu Gesicht bekommt sowohl bei individuell aufgebauten
Modellen wie auch bei Serienfertigungen. Auch die Kleinteile (Gabelköpfe,
Schrauben, Ruderhörner etc.) sind von sehr guter Qualität
ganz im Gegensatz zu so manchem China-Großmodell, dessen
Teile der verantwortungsbewusste Modellbauer besser nicht verwenden
sollte.

Der Rumpfrücken besteht aus drei Teilen und wird noch aufgesetzt.
Individuell kann der Erbauer die Ausschnitte für Cockpit etc. vornehmen

Der favorisierte Antrieb: der Axi 5345/14 von Hepf (www.hepf.at)
dreht mit dem "Spin 77"-Regler von Jeti eine 24x8"-Holzluftschraube
bei 8zelligem LiPo-Akku
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Das große Höhenleitwerk und die Ruder wiegen zusammen
lediglich 168 g

Die Bauausführung und Detailverliebtheit der rohbaufertigen
Teile lässt nichts zu wünschen übrig

Die großen Querruder
sind bereits anscharniert. Die Beplankung wurde nachträglich
ausgefräst
Das Stahldrahtfahrwerk
ist verlötet und hat eine mechanische Federung. Die GFK-Motorhaube
ist mit zahlreichen Details versehen. Windschutzscheiben und tiefgezogene
Pilotensitze gehören "natürlich" auch dazu.
Und eine ausführliche Bauanleitung mit vielen Fotos rundet
den perfekten Gesamteindruck ab.
Dann der Gang zu Waage: 4.384 g wiegt der ganze Rohbau inklusive
Fahrwerk, Steckungsrohr und den Kleinteilen. Ein Wert, mit dem man
leben kann. Der Purist findet natürlich noch ein paar Möglichkeiten
zur Gewichtsersparnis, was unterm Strich jedoch nicht mehr als rund
250 g gebracht hätte.
Mit dieser großen "Klemm L-25d" ist der Firma Krick
ein großer Wurf gelungen. Das AUFWIND-Testmodell wird nun
mit einem AXI-Elektromotor (www.hepf.at)
sowie großen LiPo-Zellen elektrifiziert. Doch darüber
wird detailliert in einer der nächsten Ausgaben berichtet.

Die Kleinteile sind von sehr guter Qualität, und die Holzteile
mit Nummern bedruckt, das Fahrwerk federt und die Motorhaube ist
detailliert was will man mehr?

Das Seitenleitwerk ist abnehmbar. Der Hornausgleich des Seitenruders
muss noch angeklebt werden
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