Auch in diesem Jahr steckte die Revolution auf der Spielwarenmesse eher im Detail. Klassiker wurden wieder aufgelegt, die Spezialisierung einzelner Groß-Anbieter in bestimmte Segmente vorangetrieben und in punkto Zubehör wurde die Auswahl noch einmal so deutlich vergrößert, dass man sich schon fragen muss, welcher Händler den Platz hat, um sich das alles hinzulegen. Die x-te Linie an LiPo-Zellen oder Außenläufermotoren fielen schon kaum mehr auf. Beschränken wir uns daher an dieser Stelle auf die Modelle, die uns in diesem Jahr besonders aufgefallen sind. Interessant: Die nicht unbedingt mit dem besten Image ausgestatteten aber gut verkäuflichen Hartschaumsegler und -elektrosegler reichen inzwischen fast an drei Meter Spannweite heran – und: es haben inzwisch- en auch einige Kleinhersteller den Sprung auf die Weltbühne der Nürnberger Spielwarenmesse geschafft.


Aeronaut
Der Erfolg des kleinen Elektroseglers "Rocky" (vgl. AUFWIND 4/2006) vom vergangenen Jahr hat Aeronaut dazu veranlasst, einen großen Bruder vorzustellen: "Aero-Maxx" hat 1.835 mm Spannweite und ist genau wie der "Rocky" rohbaufertig und ganz in Holz aufgebaut. Ein schönes Modell zum Feierabendfliegen auch mit preisgünstigen Elektroantrieben.



Hepf
Überraschungsgast der Messe war die Firma Hepf aus Österreich, zusammen mit ModelMotors an einem Stand. Mit dabei natürlich das Axi-Motorenangebot und der hier gezeigte Kraftprotz: Der "Axi 5360" ist zum Antrieb von großen Scale- und Kunstflugmodellen ausgelegt, mit 8s- bis 12s-LiPo. Das mächtige Lagerschild dient zum Abfangen der Kreiselkräfte großer Propeller.



Krick
Die Denzin-Konstruktion der "Klemm L-25d" ist ein Klassiker im Programm von Krick. Jetzt aber wird das Modell rohbaufertig (4,3 kg) angeboten und wurde zudem auf 2.890 mm Spannweite vergrößert. Das ganz in Holz aufgebaute Modell kostet dabei nur 598,- Euro und verspricht viel Flugspaß mit einem echten Großmodell. Des Berichterstatters ganz persönliches Highlight in Nürnberg ´07.



Multiplex
Ein Elektro-Impellermodell für jedermann, mit für diese Modellklasse stolzen 1.170 mm Spannweite und in der stabilen Elapor-Bauweise – das ist doch mal eine sinnvolle Produktinnovation. Multiplex betritt damit Neuland in das Segment der Elektrojets.



Simprop
Simprop positioniert sich weiter im Feld der Hochleistungs-Zweckmodelle. Der "Intention Elektro" – laut Simprop ein Multi-Talent für Anwender mit Querruder- und Wölbklappenerfahrung – ist die Elektroversion des im vergangenen Jahr vorgestellten Seglers. Der 2.860 mm große Elektrosegler kann mit bürstenlosen "Magic Drive"-Antrieben und 3 bis 4s-LiPo motorisiert werden.


Graupner 3
Auch schön gemacht: Der kompakte Voll-GFK/CFK "Stiletto". Mit 2,54 m für jeden Flugspaß zu haben, gut transportierbar (geteilte Flächen, Ansteck-V-Leitwerk) – zum immer dabei haben.


BMI
Alle paar Jahre wieder eine "Ju 52/3m". Diesmal vom belgischen Hersteller BMI. Das Modell hat 1.620 mm Spannweite und soll lediglich 1.650 kg wiegen. Eigentlich ein schönes Modell, wenn da nicht die Vorbildtreue in einigen markanten Details fehlen würde. Aber wer sieht das schon aus drei Metern Entfernung?



Graupner
Den aufkeimenden Enten-Trend begleitet Graupner mit dem "Canary". Das ganz aus lasergeschnittenen Balsa- und Sperrholzteilen aufgebaute Modell hat 1.000 mm Spannweite und kann mit einem Speed 300 in Pusher-Anordnung und zwei LiPo-Zellen 800 mAh geflogen werden. Vielleicht wird mehr daraus?


Jamara
Nicht alle "Cessna" sehen auch aus wie eine "Cessna". Jamara stellte diese 2.100 mm große "Cessna 182" vor, die über viele Details verfügt und zum fantastischen Scale-Modell ausgebaut werden kann. Sie hat einen mit Sperrholz verstärkten GFK-Rumpf und Tragflächen in Rippenbauweise. Als Fluggewicht werden 5.100 bis 5.300 g angegeben.


Kyosho
Dieser kompakte "Spacewalker" am Stand von Kyosho wäre fast untergegangen im Messetrubel, zumal das schöne Modell nicht im Neuheitenkatalog zu finden ist. In letzter Minute sei das Modell aufgehängt worden, so die Information von Kyosho. Preise und technische Daten waren ebenfalls noch nicht bekannt. Das Interesse der Messebesucher zumindest war groß.


Multiplex
Mit dem "Cularis" treibt Multiplex seine Spezialisierung auf geschäumte Modellkonstruktionen auf die Spitze: Das Segler und Elektrosegler erhältliche Modell hat stolze 2.610 mm Spannweite und kommt zumindest optisch schon mal daher wie ein in GFK und/oder Holz aufgebautes Modell. Erst auf den zweiten Blick sieht man die geschäumten Teile. Die Seglerversion wird mit 1.400 g und die Elektroversion mit 1.680 g Fluggewicht angegeben.


Robbe
Robbe hat im Fokus auf die Modellflugeinsteiger die Holzbauer nicht vergessen und bekennt sich zum Retro-Trend: Der "Charter" ist wieder da! Diesmal als Bausatz mit CNC-gefrästen Bauteilen. Eine fantastische Idee, um einen Modellklassiker für Einsteiger mit dem Wunsch nach Holzbau zu reanimieren. AUFWIND wird sich noch intensiver mit dem 1.470 mm großen Modell beschäftigen.


Simprop
Einen Hotliner par excellence stellt Simprop mit dem "Lift off Rocket" vor. Das 1.935 mm große und leer 800 g leichte Modell kann heiß motorisiert werden. Simprop zufolge ist es durch CFK-Verstärkungen in der Luft "unkaputtbar" und benötigt nur zehn Stunden Montagezeit


Graupner
Der Marktführer zeigte einmal mehr Flagge zum Großsegler: Der "Cirrus" war wohl das beeindruckenste Modell am Stand. Der 4.500 mm große Voll-GfK-Segler ist mit einem Eppler-203 mod. profiliert und soll etwa 6.000 g wiegen.


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