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Eines Tages tauchte
ein uns unbekannter Modellflieger mit einem etwa drei |
Für das Urmodell des Rumpfes mussten viele
Styropor-Halbteile geschnitten werden. Im Selbstbau hergestellte Schneidebügel
erleichtern die Arbeit
Die Servobestückung sollte ebenfalls hochwertig sein: So kommen am V-Leitwerk zwei Jumbo mc/v2-Servos, an den Querrudern insgesamt vier Profi mc/v2 und an den Landeklappen zwei sx-Servos von Multiplex zum Einsatz. Auch der Empfänger ist von Multiplex, ein IPD 12. Der Empfängerakku hat 7.000 mAh und besteht aus fünf Zellen. Der Erstflug erfolgte im Sommer auf der Graspiste des Flugplatzes von Böverbru. Ein leichter Wind aus Süden mit 3-4 m/s. Unser 30-m-Schleppseil haben wir in die 1:3 große Wilga eingehängt. Etwas mulmig war uns schon zu Mute, angesichts der satten 27,5 kg Fluggewicht unseres Prototypen. Schließlich bringt die Wilga unseres Schlepp-Piloten Oddvar Kristiansen mit ihrem 225-ccm-Moki-Sternmotor lediglich 24,5 kg auf die Waage. Doch nach wenigen Metern hob die SHK hinter der Wilga problemlos ab. Dass unser Prototyp nach dem Abheben wie das sprichwörtliche Brett in der Luft lag, wäre übertrieben. Aber nach einigem Nachtrimmen stellte sich eine stabile Fluglage ein. In einer Höhe von etwa 350 m wurde ausgeklinkt. Links- und Rechtskurven konnten ohne Probleme eingeleitet werden und ich stellte schnell fest, dass das Modell sehr gute Flugleistungen hatte. Nach Überprüfung der Schwerpunktlage sollte noch etwas nach hinten verschoben werden wurde das Überziehverhalten getestet. Nach kontinuierlichem Ziehen zeigte die SHK keinerlei Tendenzen zum Abkippen. Mit einem kurzen Nicken nimmt das Modell selbstständig wieder Fahrt auf. Die Langsamflugeigenschaften sind hervorragend. Nun hieß es, die Landung einleiten die Landeklappenwirkung war vollkommen ausreichend und die Erde hatte unseren Prototypen wieder. Mit dem vorhandenen Ruderspiel am V-Leitwerk gab es während der ersten Flüge keine Probleme. Trotzdem waren wir nicht hundertprozentig zu frieden und machten uns an die Ursachenforschung.
Auch der Nachbau
des Massenausgleiches an den Ruderflächen des V-Leitwerkes darf
bei dem Nachbau der SHK nicht fehlen
Ein Muss bei einem Großsegler dieser Klasse
ist der vorbildgetreue Cockpit-Ausbau. Mit der Pilotenpuppe von Axel
Pfannmüller und diversen Instrumenten von Ernst Reiff gelang dies
hervorragend
Nach den ersten Flügen mussten zwei Probleme gelöst werden: das große Spiel am V-Leitwerk und der falsche Einstellwinkel am Rumpfende. Als Erstes musste die Alurohrlösung weg und gegen eine V-Leitwerksaufnahme mit einem Öffnungswinkel von 92° und durchgehenden KFK-Rovings ausgetauscht werden. Auf jeder Seite wurden oben und unten weiße Teflonhüllen mit Präzisionsfräsmaschinen angepasst und auf diese KFK/Teflonteile das V-Leitwerk aufgesteckt. Diese Lösung war nun absolut spielfrei. Bei der Original-SHK hatte man nicht Teflon sondern Backelit benutzt. Als Weiteres musste das Rumpfende mit einem geänderten Einstellwinkel zur Rumpfbezugsachse neu konstruiert werden. Ole Vidar Homleid hat die umfangreichen Arbeiten mit ausgeführt und das Ergebnis hat uns nicht enttäuscht. Wir haben nun einen Großsegler konstruiert und gebaut, der unsere Wünsche voll erfüllt. Das komplette Modell wiegt mit inzwischen neuen Höhenrudern nur noch 24,6 kg und fliegt damit sehr gut. Die Landeanflüge müssen weiträumig erfolgen und die Landeklappen sind früher als bei meinen bisherigen Modellen auszufahren. Ansonsten gleitet die SHK endlos über die Landebahn. Einige der zuletzt gebauten manntragenden SHK sind mit einem Bremsfallschirm ausgestattet, um die Landungen sicherer zu machen. Da im Rumpfende noch etwas Platz zur Verfügung steht, werden auch wir noch einen Bremsschirm während der nächsten Wintermonate einbauen. Gunnar
K. Rokseth
Verkauf des Modells: Wie erwähnt, wollten wir einige SHK verkaufen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Arbeitsaufwand sehr umfangreich ist. Trotzdem haben wir bisher sieben Modelle alle nach Deutschland verkauft. Wer Interesse an einer SHK hat, kann über die AUFWIND-Redaktion Kontakt mit uns aufnehmen. Im Lieferumfang ist der GFK-Rumpf, die V-Leitwerksmechanik (Voll-KFK) mit Teflonhüllen und Kleinteilen, die Kabinenhaube, der GFK-Haubenrahmen und eine Zeichnung mit den wichtigsten Details enthalten. Die Tragflächen und Leitwerke müssen in Eigenregie hergestellt oder bei einem Flächenbauer, wie zum Beispiel Hans Müller in Auftrag gegeben werden.
Eine butterweiche Landung der neuen SHK, absolut
vorbildgetreu mit durchgezogenem Höhenruder
Diese
manntragende SHK aus Finnland diente als Vorbild für die
Farb- und Dekorgestalltung
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![]() Das fertige Großmodell entschädigt für viele Monate harter Werkstattarbeit |
Diesen Beitrag und noch viel mehr finden Sie in AUFWIND Ausgabe 3/2005 Das komplette Inhaltsverzeichniss 3/2005 Zur Heftbestelluwng bitte hier entlang. © AUFWIND 2005 |