Den Namen Andreas Decker alleine bringen wohl nur die wenigsten Modellflieger mit dem Flugmodellbau in Verbindung. Sein Firmenkürzel AFF auch nur dann, wenn sie entweder eines seiner Modelle gebaut oder mit genauem Auge auf den Plan geschaut haben. Das liegt natürlich daran, dass Andreas Decker seine Modelle nicht im Direktverkauf anbietet, sondern den Weg über sorgfältig ausgewählte Fachhändler geht.

Feine Modelle zu fairen Preisen produziert Andreas Decker in seinem Domizil im Bergischen Land. Dabei handelt es sich durchweg um kleine, alltagsgerechte und dennoch sehr schön anzusehende Modelle. Ein paar davon sind vorbildgetreu und alle haben sie eines gemeinsam: Konstruiert und produziert im High-Tech-Verfahren mit CAD und CNC. Die perfekte Arbeitsweise bei Konstruktion und Herstellung ist auch immer der Ausgangspunkt eines neuen Baukastens: Von der Idee bis zum auslieferfähigen Bausatz baut Andreas Decker bis zu sechs Prototypen. Er probiert EWD, Profile, Motorsturz und -seitenzug aus und optimiert wo nötig. Jede Änderung wird sofort im Fräsprogramm umgesetzt. Im späteren Stadium werden auch schon mal mehrere Modelle gleichzeitig geflogen, um geänderte Konstruktionsmerkmale im direkten Vergleich feststellen zu können.

"Alle meine Gedanken während einer Konstruktionsperiode drehen sich nur um einen Punkt", berichtet Andreas Decker. "Meine Kunden sollen auf einfachem Weg schöne Modelle zusammenbauen können, die zudem vernünftig fliegen." Auch die Bauanleitung, der Bauplan und sogar die genaue Zusammenstellung des Baukastens, mit allem Zubehör und den Kleinteilen, tragen dazu bei.

Die Modelle von Andreas Decker werden derzeit in Deutschland bei Peter Adolfs Flugmodelle, Kerpen, und Stefan Höllein, Unterlauter, angeboten. Beide Händler haben je eine klar voneinander getrennte Linie an Modellen - kein Grund also für Konkurrenzgedanken oder gar einen Preiskrieg, der dann doch zu Lasten des Produktes geht.

Bei AFF-Modellbau will man nun größer bauen: "Ein schönes Motormodell für Verbrenner- und Elektroantrieb, am liebsten vorbildgetreu mit ca. 1,5 bis 2 m Spannweite - so richtig erwachsen eben." Wir dürfen also gespannt sein, was Andreas Decker als nächstes fräst.
Philipp Gardemin


Weitere Infos unter:
www.aff-cnc.de


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