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Modelle mit Antrieb durch Flügelschlag, sogenannte Ornithopter, sind eine schon sehr alte Idee, flugfähige Exponate aber eher selten. Beim Elektromeeting
im vergangenen Herbst in Aspach war ein gut fliegendes Modell dieser
besonderen Art zu sehen. Urs Szymanski aus der Schweiz flatterte allen
was vor. Sein Park Hawk aus den USA stellte nach näherem
Augenschein ein rundum schlüssiges und funktionierendes Konzept
dar. Mit Kestrel möchten wir nun einen anderen Ornithopter
vorstellen, den David Riedel über seine Firma R&R Model Aircraft
(www.randr
Die Hauptbaugruppen
des Modells sind komplett montiert. Eigentlich gibt es nur noch Montagearbeiten
zu erledigen. Hat man sich mit der englischsprachigen Anleitung befasst,
gelingt das auch alles in nur wenigen Arbeitsstunden. Ein paar E-Mails
wurden zur Beseitigung letzter Unklarheiten das Ding war für
mich auch völliges Neuland noch ausgetauscht. David Riedel
gab dabei noch einige gute Tipps für den Aufbau und auch für
den Flugbetrieb. Seine Servoempfehlungen sollte man unbedingt befolgen
oder zumindest gleichwertige Produkte anderer Hersteller verwenden.
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![]() Das Flugbild und die Flattergeräusche
kann man nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. (Fotos: Andreas
Zitz)
Im Testvogel wurden Komponenten von Hitec verbaut: ein HS-81MG für
die Seitenruderfunktion und ein HS-55 für die Höhenruderfunktion
sowie ein Feather-Empfänger.
Wie schon gesagt, die Montage bereitete keine Probleme und nach nur fünf Stunden Brutpflege wollte der Vogel schon aus dem Nest. Der Flugakku wurde bei David Riedel übrigens gleich mitbestellt (22,- USD). Er besteht aus acht Zellen 720 mAh NiMh und wird an einer vorgegebenen Position mit einem Gummiband im Modell befestigt. Damit stimmt dann auch der Schwerpunkt exakt. Vielleicht noch ein paar Probe-Flügelschläge in der Werkstatt? Nein! Denn: hält man den Flattervogel fest und gibt volle Flügelschlagfrequenz, kann die Mechanik Schaden nehmen. In der Luft schwingt das ganze Modell fürs Auge nicht wirklich sichtbar mit und entlastet damit die Mechanik. Also gleich zum Flugplatz. Der Jungfernflug mit Kestrel war ein ganz besonderes Erlebnis: Mit voller Flügelschlagfrequenz aus der Hand nach oben geworfen, flog der Flattervogel geradeaus und mit guter Steigleistung davon. Mit ersten Steuerbewegungen wurde die Folgsamkeit getestet. Es waren aber fünf weitere Flüge nötig, bis das für Passanten nicht identifizierbare Flugobjekt genau so flog, wie es der Pilot wollte. Mehrmals ist es unsanft eingefahren, hat es aber klaglos weggesteckt. Braves Tierchen. Nach und nach wurde in mehreren Flügen die Flügelschlagfrequenz immer weiter heruntergenommen. Das Flugverhalten wurde damit wunderbar ausgeglichen alles machte nun einen viel ruhigeren Eindruck. Fast schon vorbildgetreu. Heute, nach etwa 50 Flügen mit Kestrel, funktioniert das komplexe System immer noch ohne Probleme. Zielgenaue Landungen nach entspannten Flügen mit jeweils circa acht Minuten Dauer sind nun immer möglich. Also: Nicht nur etwas für Ornithologen flap, flap, flap... Philipp Gardemin
R & R Model Aircraft David Riedel 416 Bayside Drive USA-Webster, NY 14580 Telefon: +1/585/793-6354 www.randrmodelaircraft.com |
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Diesen Beitrag und noch viel mehr finden Sie in AUFWIND Ausgabe 5/2003 Das komplette Inhaltsverzeichniss 5/2003 Zur Heftbestellung bitte hier entlang. © AUFWIND 2003 |